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Das Terrarium für Wasseragamen

 

Das Terrarium für Wasseragamen muss ein so genanntes Regenwaldterrarium sein.

 

Das bedeutet Temperaturen von tagsüber 25 - 32°C und eine nächtliche Absenkung um 5-7 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte morgens bei nahezu 100% liegen, gegen Mittag abfallen und zum Abend wieder steigen.

 

Im Herkunftsgebiet, den tropischen Waldgebieten Südostasiens ist der Morgen durch Nebel gekennzeichnet. Gegen Mittag vertreibt die Sonne den Nebel und die Temperaturen steigen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt, jedoch nicht zu tief. Am Nachmittag ertönen die ersten Grummel und der tägliche Regen kündigt sich an. Dieser Regen erhöht die Luftfeuchtigkeit wieder auf circa 80 - 90 % (Beregnungsanlage oder Nebler).

 

Ein Jahreszyklus wie in ihrem Herkunftsländern vorhanden (Regenzeit "Monsun" und Trockenzeit) ist zu vernachlässigen, bzw. sollte in dieser Form nicht umgesetzt werden.

 

Das Terrarium sollte auch einen Wasserteil beinhalten. Dieses Becken fördert nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern ist bei den badefreudigen Wasseragamen Pflichteinrichtung! Die Beckengröße sollte so gewählt sein, dass die Wasseragame gut darin liegen kann. Sehr dekorativ sind integrierte Aquarien, so dass man auch von einem Aquaterrarium oder Paludarium spricht.
 

Die gesetzlichen Mindestanforderungen, bzw. Richtlinien zur Haltung von Wasseragamen ergeben sich aus folgender Formel: 3 x 4 x 5  oder 3 x  5 x  4 (der KRL) für ein Paar 1.1.

 

Hier der Auszug aus dem Gutachten der Sachverständigengruppe über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10. Januar 1997

  

Name

(erreichbare GL)

Habitatansprüche

z.T. Herkunft

Gehegegröße

Für 1,1

(L x B x H)

in KRL

Grund-

Temperatur

°C

Sonneplätze

Lokal

°C

Soziale

Zusammensetzung

(Lebenserwartung in Jahre, je nach Größe)

Bemerkungen/ Besonderheiten

Wasseragamen

Physignathus

Baumbewohner, tropische Flußufer

Mind.

4 x 3 x 5

oder

5 x 3 x 4

25 - 30

45

1,x

(15-18)

Geheiztes Wasserbecken,

½ der Kletteräste dicker als Körper, feuchtes Substrat

 

Man nimmt somit die KRL (Länge ohne Schwanz, Körper-Rumpf-Länge) als Grundlage und berechnet die Terrariummaße mit dieser Formel: 3 x 4 x 5 oder 3 x 5 x 4. Hier mal eine Tabelle mit unterschiedlicher KRL und den jeweiligen Maßen nach der Formel 3 x 4 x 5:

 


KRL cm  Breite cm Länge cm
Höhe cm
20 60 80 100
22 66 88 110
24 72 96 120
26 78 104 130
28 84 112 140
30 90 120 150

 

Die würde bedeuten, für ein adultes Paar 1.1 sieht das Gutachten maximal 90 x 120 x 150 cm vor!

 

Für jedes weitere Tier mindestens 20% mehr! In der folgenden Tabelle liegt der Wert für die 20% (ein Tier) die KRL von 26cm zugrunde:

 

Gruppe Tiefe cm Länge cm
Höhe cm
1.2 93,60 124,80 156,00
1.3 112,32 149,76 187,20
1.4 134,78 179,71 224,64
1.5 161,74 215,65 269,57
1.6 194,09 258,79 323,48

 

Für eine Gruppe von 1.2 Wasseragamen gilt also nach dieser Berechnung 93,6 x 124,8 x 156 cm als Mindestanforderung. Für die weiteren Zahlen habe ich immer das vorherige Ergebnis als Basis für die 20% genommen

 

Würde man die Maße für ein Paar immer wieder als Grundlage für die Errechnung der 20% nehmen, wären folgende Maße laut dem Gutachten anzuwenden:

 

Gruppe Tiefe Breite Höhe
1.2 93,60 124,80 156,00
1.3 109,20 145,60 182,00
1.4 140,40 187,20 234,00
1.5 156,00 208,00 260,00
1.6 171,60 228,80 286,00

 

In der Literatur finden sich die unterschiedlichsten Angaben über die Terrariumgröße für ein Pärchen. Jedoch lässt sich festhalten, dass nahezu alle Angaben in der Literatur über oder gar deutlich über den Mindestanforderungen liegen.

 

Im Internet wird die Diskussion um die Größe zwar sehr ideologisch geführt, aber es besteht in vielen Foren bereits ein Konsens über die Terrariumgröße für eine Gruppe von drei Wasseragamen mit

 

200 x 100 x 200 cm

 

Ich möchte diese Maße hier mal als "Idealmaße" hinstellen.

 

 

Wichtig für Wasseragamen ist natürlich eine entsprechende Beleuchtung. Auch wenn die Tiere im vermeintlich dichten Regenwald leben, so ist die Lichtintensität doch sehr hoch und im Terrarium muss dieses Licht durch künstliche Beleuchtungsmittel simunliert werden.

 

Hier haben sich vor allem HQI, CDM-R und UV-Strahler (Bright sun, Solar raptor etc.) bewährt. Ich habe derzeit

 

1 x 70 Watt Bright sun jungle

1 x 70 Watt CDM-R

1 x 70 Watt HQI

1 x 36 Watt LED Panel (120 x 30cm) 

 

im Terrarium verbaut!

 

Einigen erscheint dies zu wenig und sie nutzen zusätzlich noch Leuchtstoffröhren, Halogenstrahler oder andere Leuchtmittel. Mein Terrarium ist sehr gut ausgeleuchtet und auch die gemessenen LUX- und Lumenwerte sind vollkommen in Ordnung. Die Tiere sind zudem topfit und kräftig grün, sowie agil und Fortpflanzungswillig. Unter den Strahlern kommen ordentliche Temperaturen und Lumen zusammen. Punktuell habe ich also drei Sonnenplätze mit über 35 °C und das Licht reicht bis auf den Boden des Terrariums.

 

Die Grundbeleuchtung sollte zwischen 12 und 14 Stunden am Tag brennen. In meinem Terrarium habe ich den Tag der Agamen langsam verschoben, so dass der Tag für sie erst um 10 Uhr beginnt und kurz nach Mitternacht beendet wird. Dies hat für mich den immensen Vorteil, dass ich abends keinen riesigen dunklen Kasten im Wohnzimmer stehen habe, sondern ein beleuchtetes Terrarium. Den Agamen hat die Umstellung nichts ausgemacht.

 

 

 

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