skip to content

Dies ist ein älterer Bericht - Frühere Bilder/Grafiken wurden entfernt!

 

Unser erstes Terrarium

 

Unser erstes Terrarium hatte die Maße 120 x 90 x 170 cm (l x b x h). Unten war ein Aquarium eingebaut, welches allerdings mehrfach Glassprünge bekam und jedes mal das Wohnzimmer geflutet wurde. Die Rück- und Seitenwände waren aus Styropor und mit farbigen Fliesenkleber sowie Epoxydharz bestrichen. Dieses Terrarium erstellte ich 2004 und es beherbergte lange Zeit unseren Bock "Lemmy". Zwar zogen zunächst auch noch zwei Weibchen mit ein, aber diese waren bereits beim Kauf derartig krank, dass eine sehr bald starb und die andere auch eingeschläfert werden musste. Der Vorbesitzer hatte weder Temperatur, Licht noch Luftfeuchtigkeit eingehalten.

 

Schnell wurde klar, dass dieses erste Terrarium nicht ausreichen würden, denn für ein ausgewachsenes Männchen ist die Bewegunsfreiheit doch schon sehr eingeschränkt.

 

Unser zweites Terrarium

 

Vorbereitungsphase

[Der Bau ] [Technische Daten ] [Kosten]


Bevor ich diesmal an den Bau ging machte ich mir gründlich Gedanken im Vorfeld. Hierbei waren folgende Punkte sehr wichtig:

  • Aufstellung des Terrariums,
  • Spätere Technik im Terrarium
  • und spätere Handhabung.

Die Aufstellung sollte später im Wohnzimmer erfolgen. Ich nahm also die Maße der zur Verfügung stehenden Fläche. Anschließend setzte ich mich an den Rechner und notierte mir die genauen Maße und erstellte eine erste Skizze.

In diese Skizze bezog ich zwei bereits vorhandene Dinge ein. Ein Aquarium welches ich noch hatte und zwei kleine Unterschränke. Alles weitere wurde zunächst nach den räumlichen Möglichkeiten geplant. Anschließend machte ich mir erste Überlegungen zur Inneneinrichtung, bzw. zur Gestaltung der Bodenplatte des eigentlichen Terrariums. Dabei kam folgende Skizze heraus:
In diese Zeichnung hatte ich bereits

  • den Pflanzenbereich,
  • Eiablageplatz und
  • den Bachlauf

eingeplant. Somit stand dann auch fest, dass der EHEIM Aussenfilter links in den Unterschrank mußte und Wasserzulauf von dort ins Aquarium laufen und das sauber Wasser zum Bachlauf gepumpt werden muss. Weitere technische Überlegungen sahen wie folgt aus:

Bei allen Vorüberlegungen hatte ich auch die spätere Handhabung vor Augen. D.h. ich habe mir im Vorfeld überlegt, was an täglicher Arbeit zum Terrarium gehört. Obwohl oftmals Tiefen von 1 Meter gefordert werden, habe ich mich zu "nur" 65 cm Tiefe des Terrarium entschieden. Dies hatte zwei Gründe! Ich kann später besser im Terrarium arbeiten und erreiche alle Bereiche und für die Tiere ist die Tiefe meines Erachtens völlig ausreichend. Ein ausgewachsener Bock erreicht zwar Maße von bis zu 80 cm (KRL), aber hiervon fallen 2/3 auf den Schwanz und eben dieser wird nach hinten äußerst dünn. Zudem habe ich eine endgültige Breite von 240 cm eingeplant und das kompensiert die fehlende Tiefe auch. Vor allem war aber die spätere pragmatische Handhabung wichtig!

 

Der Bau

Ich begann zunächst bereits im Dezember 2005 mit der Bodenplatte. Hierzu holte ich mir eine Holzspanplatte, Styrodur und genügend Flex-Fliesenkleber. Für den Pflanzentopf sägte ich ein rundes Loch an die passende Stelle und fügte einen kleinen Eimer ein. Rechts sägte ich passgenau ein Quadrat für eine rechteckige Plastikschüssel. Hierbei musste ich genau vorgehen, so dass die beiden nach unten abstehenden Behälter später auch rechts und links von den Unterschränken platziert sind. Auf dem folgendem Bild sieht man die Bodenplatte mit den jeweiligen Töpfen. Des Weiteren sieht man den Durchgang zum späteren Aquarium...

Ebenfalls sieht man auf dem oberen Bild die eingezeichneten Außenmaße des Aquariums und auch das eingezeichnete Loch für den Schlauch zum Außenfilter. Im nächsten Arbeitsschritt wurde dann mittels Styrodur die Struktur erstellt. Diese wurde dann mit mehreren Schichten Fliesenkleber bestrichen und mit Epoxydharz versiegelt. Anschließend habe ich erneut eingefärbten Fliesenkleber (vgl. Bereich Rückwände) aufgetragen.

Den Wasserlauf mußte ich insgesamt zwei mal gestalten. Der erste Versuch zeigte, dass ich zu wenig Platz für den Wasserfluss gelassen hatte.


Hier ein kleiner Tipp: Wasser sucht sich immer seinen Weg und dieser ist nicht immer mit dem gewünschtem Weg identisch. Lieber doppelt absichern! Mehr Versiegelung und größere Flussbreite. Später legen sich die Agamen auch gerne mal quer in einen Flusslauf und das führt dann schnell zu Überschwemmungen. All dies sollte bei Wasserläufen und Wasserfällen immer berücksichtigt werden. Wenn das Terrarium später an der Wand steht und womöglich Wasser an der Rückwand austritt, dann kann der Schaden äußerst groß werden... !!!!

Nachdem ich die Bodenplatte endlich erstellt hatte, musste ich das Projekt zunächst für einige Monate aus verschiedenen Gründen liegen lassen. Erst im Sommer 2006 konnte ich erneut an die bereits getätigte Arbeit anknüpfen. Ich holte mir eine passgenaue Rückwand (ebenfalls eine Holzspanplatte) und zwei Seitenwände (OSB), sowie zwei Frontbretter aus beschichteten Spanplatten. Zunächst schraubte ich Seiten- und Rückwände zusammen und anschließend fügte ich die Bodenplatte ein. Für die Verschraubungen bohrte ich zunächst mit einem kleinen Holzbohrer vor und spätere Risse zu vermeiden. Verleimt wurde noch nichts, denn es musste später für den Transport noch wieder auseinander gebaut werden. Die Rückwand wurde rund herum mit Dachlatten stabilisiert. Zwischen diese Dachlatten konnte ich dann wie bei der Bodenplatte die Rückwand mit Styrodur gestalten. --- Das hat gedauert ---

Anschließend wurde diese Struktur wieder mit Fliesenkleber mehrfach bestrichen. Der letzte Anstrich wurde wie bei der Bodenplatte mit Abtönfarbe eingefärbt. Eine Versiegelung durch Epoxydharz erfolgte bei der Rückwand nicht.

Tipp: Das Einfärben von Fliesenkleber ist eine experimentelle Sache! Hier muss nicht nur viel ausprobiert werden sondern man sollte zum Schluss lieber etwas mehr Fliesenkleber einfärben und in einem Zug die ganze Fläche einstreichen. Später neu angerührter Fliesenkleber hat selten die gleiche Farbgebung wie der vorherige und das ist oft deutlich sichtbar.

Die Seitenwände habe ich einfach und ohne Struktur mit dem eingefärbten Fliesenkleber gestrichen. Wer eine gute Isolierung benötigt, sollte die Seitenwände auch mit Styrodur oder anderem isolieren und dann streichen.

Als nächstes bestellte ich die Scheiben. Aufgrund der späteren Größe und auch Höhe entschied ich mich für Verbund-Sicherheitsglas (VSG). Dieses Glas besteht aus zwei einzelnen Glasscheiben, welche durch eine Kunststoffschicht miteinander verbunden sind. Dieser Verbund verhindert das Freiwerden von Glasscherben und schützt somit vor Durchbruch und Verletzungen. Ebenfalls bestellte ich direkt jeweils drei Meter lange Führungsprofile für oben und unten.

Als endlich die Scheiben und Schienen geliefert wurden, mussten alle Einzelteile nach oben ins Wohnzimmer, bzw. erst das alte Terrarium abgebaut werden und die Tiere ins Quarantäneterrarium ... Dann alles auseinandergeschraubt und geschleppt. Besonders die 240 x 170 cm große Rückwand mit der Beschichtung war eine schwere Geburt...

Oben wurde dann zunächst der Unterbau mit Unterschränken, Stützen und Aquarium angefertigt. Hierbei musste ich darauf achten, dass alles genau an seinem Platz steht und später alle Schläuche und Leitungen auch ihr Ziel erreichen. Nach dieser Vorarbeit konnte dann das eigentliche Terrarium aufgebaut werden. Hier seht ihr dann das Endprodukt:

 

Technische Daten

Technische Geräte
  • Außenfilter - Fördermenge circa 500 l / Std.
  • Fogmaster Nebler
  • Regenanlage Marke Eigenbau (Pumpe, Wassertank, Zuleitungen, 3 Nebeldüse)
  • Bodenheizung per Heizkabel 15 Watt (nur beim Eiablageplatz - nicht beim Pflanzenbereich)
  • zusätzlich ein Heizstein bei zu niedrigen Temperaturen 
  • 3 Halogen-Einbaustrahler (2 x 20 Watt + 1 x 35 Watt)
  • 2 HQI 70 Watt für die Grundbeleuchtung
  • 1 Par-Strahler 75 Watt für Sonnenplatz
  • 2 digitales Hygro-/Thermometer (1 mit Fernsensor)
  • 2 analoge Thermometer
  • 1 analoges Aquariumthermometer
  • diverse Zeitschaltuhren

 

Klima

Temperaturen:

  • Oben: 27 - 29°C
  • Mitte: 23-25 °C
  • Unten: 20-23°C
  • Sonnenplatz: circa 32 - 35°C
  • Aquarium circa 18-20°C

Luftfeuchtigkeit tagsüber zwischen 75% und 85%, nachts über 90%. Regenanlage wird über Schalter (unten) bedient.

Tagesrhythmus

Morgens schalten sich als erstes die drei Halogenspots ein. Diese sorgen für eine schummrige Grundbeleuchtung. Anschließend springt der Sonnenspot ein! Diese beiden Beleuchtungselemente sorgen dann bereits für eine kleine Erwärmung des Terrariums. Nach etwa einer halben Stunden schaltet sich der erste HQI ein. Eine halbe Stunde später gehen Halogen- und Sonnenspot aus, der zweite HQI ein und das Terrarium wird für 3 Stunden nur mit HQI ausgeleuchtet. Anschließend schaltet sich der Sonnenspot für 2 Stunde wieder hinzu und sorgt für eine mittägliche weitere Erwärmung. Nach diesen zwei Stunden brennen die HQI noch 3 Stunden alleine. Während dieser Zeit schalte ich immer erst den Nebler für eine Viertel Stunde und dann die Regenanlage für eine Minute an. Dies soll den nachmittäglichen Regenschauer simulieren. Anschließend wieder 2 Stunden beide HQI mit Sonnenspot. Während der letzten Viertelstunde schalten sich bereits die Halogenspots dazu. Diese scheinen nach Abschaltung des HQI noch eine Stunde mit dem Sonnenspot und anschließend noch 1 1/2 Stunde alleine. Insgesamt ist das Terrarium 13,5 Stunden beleuchtet. Um auch abends in den Genuss der Beleuchtung zu kommen, habe ich den Tag der Agamen etwas verschoben, so dass dieser erst um 10 Uhr beginnt und um 23:30 Uhr endet. Beeinträchtigungen der Tiere habe ich nach über zwei Jahren nicht festgestellt. Der Biorhythmus scheint sich darauf einzustellen!

 

Kosten

Hier findet Ihr eine ungefähre Kostenaufstellung für das neue Terrarium mit allem, was dazu gehört...

Holz insgesamt circa = 150,-- €
Styrodur insgesamt = 40,-- €
Schrauben, Scharniere usw. = 50,-- €
Fliesenkleber = 30,-- €
Scheiben/ Profile = 150,--€
Abtönfarbe = 30,-- €
Epxydharz = 30,-- €
Draht = 10,-- €
Kleinkram/ Sonstiges = 10,-- €

Material insgesamt: = 500,00 €

Beleuchtung

HQI 2 x 70 Watt EBAY = 60,-- €
PAR-Strahler + Fassung = 15,-- €
Halogenstrahler SET Sonderpreis = 15,-- €
Kabel, Lüsterklemmen u.a. = 10,€

Beleuchtung insgesamt: 100,-- €

Weitere Technik

Heizkabel/ Heizstein EBAY = 20,-- €
Fogmaster EBAY = 35,-- €
EHEIM Außenfilter Flohmarkt = 60,-- €
Regenanlage Selbstbau ca. = 40,-- €
Zeitschaltuhren/ Mehrfachsteckdosen u.a. = 25,-- €
Thermo- / Hygrometer (analoge und digitale) = 25,-- €
Schläuche/ Kleinkram = 25,-- €

Insgesamt: = 250,-- €

Kosten Insgesamt niedrig kalkuliert 850,-- €

+ Inneneinrichtung

Circa 10 Plastikpflanzen a (Mittelwert) 6,-- € = 60,-- €
Echte Pflanzen insgesamt circa = 30,-- €
Aquariumkies insgesamt = 10,-- €
Morkienholz circa = 25,-- €
Sonstiges = 25,-- €

Insgesamt = 150,-- €

Terrarium + Inneneinrichtung insgesamt: = 1.000,-- €
+ drei Wasseragamen circa = 160,-- €

Alles in Allem: = 1.160,-- €

 

Strom Pumpe/Heizung circa 30 Watt x 24 Std. 720 Watt
HQI 2 x 70 Watt x ca. 10 Std. 1.400 Watt
Halogen 3 x 20 Watt x ca. 3 Std. 180 Watt
PAR-Strahler 70 Watt x ca. 6 Std. 420 Watt

Insgesamt pro Tag 2.780 Watt

Insgesamt circa mit Vorschaltgeräten 2,8 KW
X 0,165 €/ KW = 0,46 €/Tag

X (durchschnittlich)30 Tage = 13,8 €/ Monat

X 12 Monate = 165,60 €/ Jahr
 

Radio

 
 
NDR 2
 
 
 
N Joy
 
 
 
 
 
1live
 
 
 
 
 
Classic Rock
 
 
 
 
 
Blackbeats
 
 
 
 
 
Bremen vier
 
 
 
 
 
Antenne