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Die Afrikanischen Igel (Atelerix) sind eine Gattung in Afrika lebender Tiere aus der Familie der Igel (Erinaceidae). Der hier beschriebene Weißbauch- oder Afrikanische Zwergigel (Atelerix albiventris) ist vom westlichen bis östlichen Afrika beheimatet. 

 

In den USA werden diese Tiere bereits seit geraumer Zeit als "Haustiere" gehalten und auch in Deutschland nimmt die Zahl der Halter seit einigen Jahren stetig zu. Dies mag auch ihrer "niedlichen" Erscheinung geschuldet sein. Bei einer Körperlänge von 15 - 25 cm und einem Gewicht von 250 bis 600 g erscheint er zudem im Vergleich zu unseren heimischen Igeln als sehr klein, was den "Niedlichkeitsfaktor" natürlich erhöht. Die Weibchen werden in freier Wildbahn etwas größer und schwerer, aber durch Zucht wurden die Igel für die Heimtierhaltung kleiner gezüchtet und ein Unterschied ist zwischen den Geschlechtern anhand von Größe nicht zu erkennen.

 

Das Stachelkleid ist farblich sehr unterschiedlich. Ob bräunlich, weiß, grau, gescheckt oder albino kommen die verschiedensten Farbformen vor. Die Unterseite des Igels ist mit einem weißen Fell bedeckt. Typisch für diese Igel ist auch die eher längliche und spitze Schnauze, die sich meist schnüffelnd bewegt.

 

In der freien Natur sind diese dämmerungs- und nachtaktiven Tiere pro Nacht mehrere Kilometer mit ihren eher kurzen Beinen unterwegs. Schutz für die Ruhephasen suchen sie in Termitenhöhlen, hohlen Baumstämmen, unter Felsplatten oder anderen Höhlen.

 

Ihr natürliches Habitat sind die Savannen und Grasflächen mit lichtem Gehölz. Die Vegetation der Savannen besteht grundsätzlich aus einer geschlossenen, den Boden bedeckenden Krautschicht und einer offenen Baum- bzw. Gehölzschicht. Die Temperaturen liegen tagsüber bei 24 bis über 30 °C, wobei die Nächte natürlich kühler sind. Das Jahresmittel liegt bei um die 28 °C bei wenig Niederschlag. Im Allgemeinen wird die Savanne als ein tropischer oder subtropischer Vegetationstyp bezeichnet. Zudem werden drei verschiedene Arten unterschieden, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Entsprechend dieser Vegetation sollte auch der Bodengrund im Terrarium beschaffen sein. Nach einigen Quellen ist die Verwendung von weichen Materialien (wie Sägespäne, Einstreu u. a.) nicht geeignet und schädigt langfristig die Gelenke der Igel. Feiner Sand ist hier von Vorteil. Natürlich müssen Kot und Urin täglich entfernt werden.

 

Weißbauchigel sind Insektenfresser und ernähren sich dementsprechend in der Natur von Ameisen, Termiten, Käfern, Larven, Raupen und anderen (eher selten von Würmern). In Gefangenschaft werden sie mit Katzenfutter (trocken/feucht), Insekten (Heuschrecken, Grillen etc.) und selten mit Zophobas oder Mehlwürmern gefüttert. Vor allem Mehlwürmer sind für eine dauerhafte Ernährung nicht geeignet. Zum einen haben sie eine schlechtes Verhältnis von Fett und Nährstoffen. Futtertiere sollten vor dem verfüttern gutes Futter erhalten (Gut loading), so dass ihr Gehalt steigt. Weitere Informationen zu Futtertieren hier!

 

Das Terrarium sollte entsprechend gross sein, wobei einige Halter ihren Igeln auch einen täglichen Auslauf gewähren. Die geneigten Leser kennen meine Meinung zu Wildtieren in menschlichen Wohnräumen. Von daher haben wir die empfohlenen Maße einfach mal um einiges übertroffen und ein Terrarium mit 300 cm Breite und 50cm (links)/ 100cm (rechts) Tiefe gebaut.

 

Weißbauchigel erreichen die Geschlechtsreife im Alter von etwa zwei bis drei Monaten. Nach einer Tragezeit von 35 Tagen bringt ein Weibchen bis zu 6 Jungtiere zur Welt. Aufgrund der frühen Geschlechtsreife trennt man die jungen Männchen spätestens nach 8 Wochen von ihrer Mutter.

 

In Gefangenschaft erreichen Weißbauchigel bei guter Pflege durchaus ein Alter von rund 6 Jahren.

 

Zu unserem Terrarium:

 

Unsere Bodenplatte hat die links zu sehenden Maße und einer entsprechenden Grunfläche von ca. 2,3 m² für zwei Igel.

 

Näheres zur Konstruktion und dem Bau findest Du hier!

 

Aufgrund des Herkunftshabitats sollten tagsüber Temperaturen bei 23-27 °C liegen und in der Nacht im Mittel nicht unter 20 °C fallen.  Damit diese Temperaturen auch gewährleistet werden können, haben wir unter der Bodenplatte ein Heizkabel verlegt (siehe Foto). Hierbei wurde das Kabel mal näher und mal weiter voneinander verklebt. Dadurch erhalten wir im Terrarium verschiedene Temperaturzonen, so dass die Igel sich ihren Vorzugsbereich aussuchen können.

 

Eine nächtliche Erwärmung durch einen Strahler (Elstein o. a.) hielten wir nicht für naturnah, denn in der Dämmerung und in der Nacht kommt keine Wärme von oben, sondern wird zum Teil von am Tage erwährten Gegenständen (Boden, Felsen, Steine usw.) abgegeben und/oder die Grundtemperatur der Umgebung/Luft bleibt gleichbleibend hoch.

 

Auf dem Bild zu den Temperaturen haben wir sowohl im Terrarium, als auch im Zimmer gemessen und dabei einen Unterschied von 3 - 4 °C messen können. Das Zimmer muss aufgrund eines weiteren Terrariums (Nackenstachler) grundsätzlich eine Temperatur von 18 - 22 °C aufweisen. Aufgrund der Südlage erwärmt sich das Zimmer meist nur durch die Sonne und hält die Wärme (Neubau) sehr gut. Selbst mit geöffnetem Fenster auf Kipp liegen die Temperaturen um die 20°C (Im Winter wird natürlich etwas geheizt).

 

UPDATE 2016

Da ein dritter Igel bei uns eingezogen ist haben wir das Terrarium erweitert. Hier die aktuelle Fläche:

Zudem planen wir derzeit ein paar Veränderungen und Ergänzungen, die in Kürze hier angefügt werden!

  

Wir haben für unsere Weißbauchigel natürlich auch ein Terra-Schild (Hinweisschild) gemacht. Dieses bieten wir hier für den privaten Gebrauch als PDF Download an. Einfach auf die Vorschau klicken und speichern!

 

 

 

 

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